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Die Geschichte der Insel

Als die ersten Menschen vor 10 000 - 11 000 Jahren in ihren Lederbooten nach Vega hinauskamen, ragten nur drei steile Berggipfel aus dem Meer heraus. Hier, weit draußen im Meer, richteten Sie ringsum auf den abschüssigen Inseln zeitweilige Wohnstätten für Fischer ein und hatten ganz im Westen auf Åsgarden ihre Hauptsiedlungsstätte.
Der Meeresspiegel lag 80-85 Meter höher als heute. Vega war eines der ersten eisfreien Gebiete an der Küste und hier gab es reichlich Fisch und Wild. Als das Eis nach der letzten Eiszeit vor 13 000 Jahren schmolz, nahm der Druck durch den Eismantel ab. Langsam begann das Land sich zu heben. Die älteste Siedlung war eine Gesellschaft von Jägern und Sammlern. Stückweise entwickelte sie sich zu einer Gesellschaft, in der auch das Halten von Haustieren und Landwirtschaft wichtig wurde.

Das Land im Meer entsteht
Vor 3 000 - 5 000 Jahren wuchs allmählich ein ganzer Archipel aus Inseln, Holmen und Schären aus der seichten Strandflate hervor. Als man vor rund 1 500 Jahren begann, die flachen Inseln zu nutzen, dienten sie zunächst als Wohn- und Verarbeitungsstätten für Fischer, Jäger und Sammler.
Doch nach und nach erkannten mehr Menschen die Möglichkeit, auf der großen Strandflate zu siedeln. Die Menschen ließen sich auf den Inseln nieder, weil die Ernährungsgrundlage sicherer war als im Binnenland, wo die Ernte häufig schlecht ausfiel. Es war vor allem der Fisch, der Nahrung und ein Einkommen bot. Der magere Boden lieferte Futter für ein paar Kühe und einige Schafe. Die Menschen machten auch Jagd auf Robben und Seevögel. Die wilden Eiderenten lieferten kostbare, weiche Eiderdaunen.

Zuzug und Abwanderung
Ungefähr sechzig der Inseln sind bewohnt gewesen, einige bereits ab dem 15./16. Jahrhundert. Die Besiedlung währte bis vor 20-30 Jahren.
Damals schufen zentrale Behörden die Voraussetzungen für die Zentralisierung der Besiedlung in Norwegen, und fast alle Inseln wurden entvölkert. Die Schulen in Hysvær und Skogsholmen wurden stillgelegt. Fährverkehr und Postschiffverkehr wurden eingestellt. Den Einheimischen wurden finanzielle Hilfen angeboten, um von den Inseln wegzuziehen. Gleichzeitig wurden in der Landwirtschaft und Fischerei strukturelle Änderungen durchgeführt. Heute gibt es einige festansässige Menschen auf der Haupinsel Vega und auf den kleineren Inseln Ylvingen, Kilvær und Omnøy.

Neue Aktivität
Im Laufe der letzten Jahre hat sich in den alten Siedlungsstätten auf den Inseln, aufgrund der neuen Möglichkeiten, die der Welterbestatus dem Vega Archipel gegeben hat, vieles positiv entwickelt.
Es wurden Regelungen für finanzielle Zuschüsse zum Eiderdaunengewerbe, für die Pflege der Kulturlandschaft und die Restaurierung von Gebäuden eingeführt. Häuser werden in Stand gesetzt, und in den „Daunen“-Dörfern an den Nistplätzen für die Eiderenten ziehen die Grundbesitzer von Mai - Juni auf die Inseln hinaus, um die historische Tradition der Haltung von Eiderenten als Haustieren aufrechtzuerhalten. Die Anzahl der Vogelwächter hat sich von sechs, sieben noch vor einigen Jahren auf 18 im Jahr 2010 verdreifacht.
Andere Leute betreiben in dem Gebiet in der Fischerei und im Tourismus ein Gewerbe. Seitens der Inselbewohner sowie einheimischer und zentraler Behörden wird aktiv daran gearbeitet, die Kulturlandschaft sowie das Leben und Arbeiten im Land im Meer zu bewahren.