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Kulturerbe und bauliches Erbe

Vega war 10 000 Jahre lang kontinuierlich besiedelt. Anhand von Kartierungen wurden bedeutende Funde aus der älteren und jüngeren Steinzeit gemacht. Besonders reich sind die Funde aus der älteren Steinzeit. Die Landhebung hat, zusammen mit der Lage der Siedlungsplätze, dazu geführt, dass die Spuren gut erhalten sind. Dies hat, zusammen mit der Topographie und der deutlichen Strandlinie, bewirkt, dass Vega auch international von einzigartigem Wert ist. Die ältesten Funde wurden in den Berggebieten auf Vega und Søla gemacht. Die älteste Fundstelle liegt in Mohalsen. Die Funde auf dem Siedlungsplatz Åsgarden deuten darauf hin, dass dies in der Steinzeit der Hauptsitz eines Herrschers, mit einer relativ großen Besiedlung und Aktivität, war. Die Flachwassergebiete, die heute der strandnahe Landstreifen auf Vega und die Inselgruppen ringsum geworden sind, waren für die Menschen der Steinzeit für den Zugang zu Nahrung von großer Bedeutung.

Die Inselgruppen traten erst vor 5000 bis 2000 Jahren aus dem Meer hervor. Deshalb gibt es in diesen Gebieten nur jüngere archäologische Spuren.

Gut erhaltene Gebäude
Als die Inseln besiedelt wurden, kamen auch die Häuser. Baumaterial war auf den baumlosen Inseln Mangelware und Baumaterial und Blockhäuser wurden auf dem Festland gekauft. Viele der Häuser wurden fertig aufgebaut gekauft und auseinandergebaut, bevor sie auf die Inseln hinausgebracht wurden. In mehreren Fällen nahmen die Menschen, als Sie von den Inseln abwanderten, die Häuser auch mit. Das Bethaus in Bremstein gehört zu den Häusern, die nach Vega umgesetzt wurden, und steht jetzt auf Valla.
Dank der Nutzung während der Saison und in der Freizeit ist viel von der Gebäudemasse erhalten geblieben. Heute gibt es in der Gegend ca. 200 Gebäude. Das Fischerdorf Skjærvær und der Leuchtturm Bremstein stehen unter Bestandsschutz.
Die Verwaltung des Verwaltungsgebiets Nordland verfügt über gesonderte Gelder zum Denkmalschutz im Welterbegebiet Vega Archipel und in der Pufferzone auf Vega. Die Antragsfrist für Zuschüsse ist der 15. November. Weiterlesen
Die Verwaltung des Verwaltungsgebiets Nordland hat das Norwegische Institut für Denkmalforschung, NIKU, für das Projekt „Inselgemeinden der Küste, Farbuntersuchungen auf dem Vega Archipel“ beauftragt. Im Abschlussbericht des Projekts werden Gebäude- und farbarchäologische Untersuchungen aus der Gegend beschrieben.
Ziel der Arbeit war es, etwas zur Farb- und Gebäudegeschichte der Gebäude zu erfahren, so dass dieses Wissen bei der Instandsetzung von Gebäuden genutzt werden kann.

Eiderentenarchitektur
Eine besondere Eigenart der Gebäudemasse im Welterbegebiet sind die vielen Häuser für einzelne Enten („e-hus“) und Eiderentenhäuser in denen mehrere Eiderenten leben („e-bane“). Die Vogelwächter, die Stiftung Vegaøyan Verdensarv und der Eiderentenverein Nordland Ærfugllag haben zusammengearbeitet, um weitere Eiderentenhäuser instand setzen und bauen zu lassen. Auch die Schule Vega, das Helgeland Museum und der Verein Vegaøyans Venner helfen den Vogelwächtern beim Bau und der Reparatur der Eiderentenhäuser. 2010 gab es rund 3000 Eiderentenhäuser auf dem Vega Archipel, das ist ein Anstieg um fast 30 Prozent im Laufe der letzten fünf Jahre. Weiterlesen

Berater für Baukultur
Um zu gewährleisten, dass das bauliche Erbe und das Umfeld der Gebäude in der Pufferzone und im Welterbegebiet bewahrt und in bestmöglicher Form weiterentwickelt werden, schloss die Gemeinde Vega 2008 einen Vertrag mit ARCHUS Arkitekter, um einen Flächennutzungsplan und einen Ratgeber zur Baukultur für das Gebiet Nes – Kirkøy in der Gemeinde Vega zu erarbeiten. Hintergrund dieser Maßnahme ist das Interesse an Neubauten und die Auflagen, die Vega, und insbesondere Nes Kirkøy in Zusammenhang mit dem Welterbestatus erhalten haben.