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Die Arbeit der Stiftung

Die Stiftung Vegaøyan Verdensarv wurde 2005 von der Gemeinde Vega gestiftet und hat das Ziel, dazu beizutragen, dass die Werte des Gebietes gepflegt und bewahrt werden. Die Stiftung soll auch die Arbeiten am Welterbe vor Ort koordinieren. 2010 hatte die Stiftung Vegaøyan Verdensarv ein Budget von 3,6 Millionen norwegischen Kronen, wobei der Großteil der Gelder in den Erhalt der Tradition mit den Eiderenten, in Maßnahmen für die Kulturlandschaft und in Informationen und Wissensvermittlung fliest.
Der Maßnahmenplan für die Kulturlandschaft und der Verwaltungsplan für den Vega Archipel haben für die Stiftung hinsichtlich des Stellenwerts von Maßnahmen richtungsweisend zu sein. Zweck des Verwaltungsplans ist es, dass er „...die Grundlage bilden soll für eine positive Entwicklung im Welterbegebiet, die die Werte der Natur- und Kulturlandschaft sichert. Die traditionellen Aktivitäten müssen gepflegt und weiterentwickelt werden. Es soll die Grundlage für eine positive Entwicklung der regionalen Gemeinschaft, basierend auf einer nachhaltigen Nutzung, gelegt werden.
Des Weiteren soll Vega als ein Kompetenzzentrum für die Vermittlung, Verwaltung und Nutzung der Natur- und Kulturlandschaft entlang der Küste aufgebaut werden. Der Plan soll die verschiedenen Parteien motivieren und ihnen die Verantwortung übertragen, dazu beizutragen dies zu erreichen."
Die Stiftung hat weiter den Empfehlungen der UNESCO an Norwegen im Aufnahmedokument The Vega Archipelago (2004) nachzukommen und hat eine koordinierende Funktion, wenn 2012 an die UNESCO Bericht erstattet werden soll.
Zusammenarbeit
Um diese Ziele zu erreichen, ist die Stiftung auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen und Instanzen angewiesen:
Das Kooperationsgremium: Die Stiftung verfügt über ein Kooperationsgremium, das Anregungen und Kommentare zur Arbeit der Stiftung liefern soll. Das Kooperationsgremium besteht aus 18 örtlichen Gruppen und Vereinen.
Team Verdensarv Vega: Vor Ort arbeitet die Stiftung im Team Verdensarv Vega mit der Gemeinde Vega, Statens Naturoppsyn, dem Helgeland Museum und dem Gewerbeverein Vega zusammen. Das Team koordiniert die mit dem Welterbe in Zusammenhang stehende übergreifende Zusammenarbeit, kann aber auch bei konkreten Projekten zusammenarbeiten.
Team Verdensarv Nordland: Auf regionaler Ebene arbeitet die Stiftung Vegaøyan Verdensarv im Team Verdensarv der Verwaltung des Verwaltungsbezirks Nordland mit.
Norges Verdensarv: Auf nationaler Ebene ist die Stiftung an Norges Verdensarv, einem Netzwerk der norwegischen Welterbestätten, beteiligt. Das Netzwerk soll Problemstellungen aufgreifen, die den norwegischen Welterbestätten gemeinsam sind, und tritt in Zusammenhang mit dem jährlichen Welterbeforum zusammen, einer Konferenz, die aktuelle Fragen in Zusammenhang mit Welterbe thematisiert. Das norwegische Netzwerk kommt auch beim jährlichen Welterbetreffen Nordeuropa zusammen.
Nordisches Netzwerk: Die nordischen Welterbestätten treffen sich jährlich zu einer Konferenz, um gemeinsame Herausforderungen und Möglichkeiten zu diskutieren.
Die Arbeit der Stiftung – Möglichkeiten und Herausforderungen
Der Arbeitsplan der Stiftung geht von den Themen aus, die laut Verwaltungsplan die wichtigsten Aufgaben sind und als solche Priorität haben: Pflege der Kulturlandschaft und Pflanzenwelt, die Daunentradition, Schutz von Gebäuden und Kulturerbe, Vogelwelt, maritimer Lebensraum, Tourismus und Wissensvermittlung. Zusätzlich hat die Stiftung zum Ziel, die Richtlinien, die die UNESCO im Aufnahmetext für den Vega Archipel und in der Welterbekonvention erteilt hat, weiterzuverfolgen. Deshalb hat z. B. die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Priorität.
Möglichkeiten
Der Welterbestatus hat Vega und dem Vega Archipel anhand von staatlichen, regionalen und lokalen Leitlinien neue Möglichkeiten gebracht. Das Welterbegebiet und die Pufferzone haben im Hinblick auf Projekte und finanzielle Mittel Priorität. Dies hat vor Ort zu einer positiven Entwicklung geführt. Im Welterbegebiet hat sich die Anzahl von Vogelwächtern und Vögeln verdreifacht, von fünf-sechs Vogelwächtern und 500-600 Eiderentenhäusern im Jahr 2000 auf 18 Vogelwächter und rund 1300 Vögel in Häusern im Sommer 2010. Es werden auch größere Flächen beweidet und gemäht.
Insgesamt wurden in den Jahren nach Erteilung des Welterbestatus über 200 Millionen norwegische Kronen in die Gesellschaft von Vega investiert. Dazu zählten eine neue Schule, ein neues Pflegeheim, Kindergarten, Asphaltierung von Straßen und Weiterentwicklung des Tourismus.
Herausforderungen
Die wichtigsten Herausforderungen in der Zukunft werden sein, den Nachwuchs an Menschen, die die Eiderententradition pflegen, zu sichern, störenden Verkehr zu vermeiden und die Landschaftspflege von größeren Gebieten in Gang zu bringen.
Im nationalen Kontext ist es wichtig, zu einer ganzheitlichen Welterbepolitik zu gelangen, die die Finanzierung sowie den Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen gewährleistet. Was Vega betrifft, so besteht u. a. Bedarf an einem Zentrum für das Welterbe, so dass die Werte des Welterbes gegenüber Einheimischen und Besuchern vermittelt werden können. Das Zentrum wird in diesem Welterbegebiet, das gegenüber Verkehr so empfindlich ist, besonders wichtig sein.
Entsprechend muss fortlaufend eingeschätzt und verfolgt werden, wie die Situation im Hinblick auf Einsätze in Notsituationen ist, so dass es, z. B. im Falle eines punktuellen Ölaustritts, einen Bereitschaftsplan vor Ort gibt, der sofort umgesetzt werden kann.