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Eine enorm artenreiche Vogelwelt

Aufgrund der Bedeutung die der Vega Archipel und die Feuchtgebiete auf Vega für verschiedene Vogelarten haben, ist Vega auf der Liste von Birdlife International über die wichtigsten Vogelgebiete in Europa zu finden.  Die großen Flachwassergebiete rund um Vega und die Feuchtgebiete auf der Insel bilden die Grundlage für eine gute Nahrungsversorgung für Seevögel.

Insgesamt 228 Arten wurden in dem Gebiet beobachtet. Davon sind ca. 110 brütende Arten. So weit im Norden ist das eine hohe Zahl. Das Gebiet hat gute Bestände an Seetauchern und Lappentauchern, Kormoranen, Gryllteisten und Eiderenten. Im Jahr 2008 brüteten rund 2 800 Kormoranpaare auf Vega, aber es waren schon ganze 4 000. Bis zu 2 000 Paare davon brüteten in Nordvær bei Skjærvær, das somit zeitweise die weltweit größte Brutkolonie dieser Unterspezies war.

Im Winter halten sich viele Tauchenten und Lappentaucher in dem Gebiet auf. Die Gryllteiste ist ein weiterer, zahlreich auftretender Brutvogel, mit zwei der im Land größten Kolonien in der Mole in Skjærvær und in Bremstein.

Naturschutzgebiete
Der Schärengarten ist ein wichtiges Mauser (Federwechsel)-gebiet für Eiderenten und Graugänse. Das Gebiet ist auch ein wichtiges Rastgebiet für Weißwangengänse, die im Frühling von Schottland nach Svalbard ziehen. Mehrere Gebiete auf dem Vega Archipel wurden im Küstenschutzplan für Nordland (2002) als Vogelschutzgebiete, Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete unter Schutz gestellt. Der Schutzstatus sichert einige der landesweit wichtigsten Brut, Mauser- und Überwinterungsgebiete für Seevögel. Die Erfassung der Vogelwelt im Schärengarten in den 1970er Jahren und die Ausweisung der Schutzgebiete anhand des Küstenschutzplans bildeten auch einen wichtigen Teil der Grundlage für die Bewerbung um den Welterbestatus.

Rastplatz für Gänse
Für mehrere Vogelarten waren die menschlichen Tätigkeiten sehr wichtig. Durch die Mahd auf den kleinen Inseln waren wichtige Rastplätze für die Weißwangengans auf ihrem Zug nach Norden oder Süden, und für brütende oder in der Mauser befindliche Gänse entstanden. Im Zuge der Abwanderung von den Inseln verschwanden diese Gebiete. Das führte dazu, dass die Vögel stattdessen auf Grün- und Ackerland auf der Hauptinsel Vega zogen, was ab Mitte der 1980er Jahre zu umfassenden wissenschaftliche Untersuchungen unter Leitung des Norwegischen Instituts fü r Naturforschung (NINA) führte.

Die Untersuchungen zeigten, dass die Graugans ihre Zugzeiten so sehr verändert hatte, dass es jetzt schwierig ist, auf sie Jagd zu machen, bevor der Herbstzug beginnt. Infolgedessen hat Vega einen regionalen Verwaltungsplan, der zu weniger Fraßschäden und besseren Jagdergebnissen geführt hat. Zwei wichtige Maßnahmen sind ein früher Beginn der Jagd und jagdfreie Zonen auf der Insel, so dass die Gänse während Teilen des Tages vom Jagddruck ausruhen können. Ziel ist zu vermeiden, dass die Gänse im Herbst in den Süden ziehen, so dass aus dem großen Bestand mehr Gänse abgeschossen werden können.