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Das Leben auf der Strandflate

Der Vega Archipel verfügt über die größte zusammenhängende Strandflate in Norwegen. Sie misst ca. 50 km vom Festland bis zur Schelfkante. Die Strandflate wurde, als das Eis sich nach der letzten Eiszeit zurückzog, auf dem Felsgrund im Bereich zwischen Meer und Land ausgeschürft. Die Landschaft auf der Strandflate bekam flache Gürtel aus Land und unter der Meeresoberfläche entsprechend seichtes Wasser. Schärengärten mit vielen kleinen Inseln, Holmen und Schären sind auf Küstenstrecken mit breiter Strandflate normal. Solche Landschaften gibt es nur entlang der norwegischen Westküste, auf Svalbard, Grönland und an einigen wenigen anderen Stellen auf der Welt.

Die Strandflate und das Zusammentreffen von mehreren geologischen Phänomenen haben die Grundlage dafür geschaffen, dass Vega bei der Bevölkerung seit undenklichen Zeiten als ein guter Ort zum Leben gilt.  Im Süden liegen hohe Granitberge, die den Einheimischen Schutz vor den Winterstürmen boten. Im Norden wird der Felsgrund von kalkreichen Gesteinsarten dominiert, die, wenn sie verwittern, eine fruchtbare Erde für die Bewirtschaftung liefern. Deshalb findet man im nördlichen Teil von Vega den größten Pflanzenreichtum. Die südlichen Teile des Gebiets bestehen aus grauem Granit, der 475 Millionen Jahre alt ist. Die Granitsorten im südlichen Teil der Insel sind widerstandsfähig gegen Erosion und bilden häufig Sand, Kies und Geröll.

Die Eiszeit und die Landhebung waren für die Landschaft und Geschichte von Vega von großer Bedeutung. Weiterlesen Auch der abwechslungsreiche Felsgrund macht den Vega Archipel zu einem für das Verständnis kaledonischer Geologie besonders interessanten Gebiet. Weiterlesen.