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Der Maßnahmenplan für das Welterbegebiet Vega Archipel

Der Maßnahmenplan greift den Zustand des Welterbes Vega Archipel auf und zeigt die Herausforderungen auf, denen das Gebiet gegenübersteht, um die Kulturlandschaft zu bewahren und zu pflegen. Der Plan enthält klare Ziele und Maßnahmen, um die Werte zu bewahren. Das Wichtigste ist die Einrichtung eines Fördersystems für die Kulturlandschaft, das eine stärkere Beweidung und Landschaftspflege bewirken kann, und der Erhalt des Kulturerbes der Landwirtschaft und der Küste. Dazu zählt auch die Sicherung des traditionellen Gewerbes in den Eier- und „Daunen“-Dörfern.

Wozu ein Maßnahmenplan?
Die Kulturlandschaft, die auf dem Vega Archipel aufgrund der besonderen Lebensweise mit Landwirtschaft, Fischerei und Eiderentengewerbe geschaffen wurde, ist weltweit einzigartig. Der Vega Archipel ist deshalb das einzige Welterbegebiet in Norwegen, dessen Wert und Hauptzweck in der Kulturlandschaft liegt. Im Laufe der letzten 30 Jahre hat es bei der Besiedlung und Beschäftigung auf den Inseln drastische Veränderungen gegeben, und wir befinden uns im letzten Augenblick, da ein Erhalt dieser Werte möglich ist. Eine Pflege der Kulturlandschaft auf den Inseln hängt von einer lebensfähigen Landwirtschaft in der Pufferzone in der Gemeinde Vega und in der Randzone in den Nachbargemeinden ab. Heutzutage ist es einfacher, andere verfügbare Weideflächen als die Inseln zu nutzen, und deshalb sind besondere Fördergelder erforderlich, um die Kulturlandschaft im Welterbegebiet zu erhalten.

Hintergrund des Plans
Bei einer Besprechung in Oslo am 27.11.2006 mit den Staatssekretären im Umweltschutzministerium, Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung, dem Ministerium für Kommunalverwaltung und Regionalentwicklung und dem Ministerium für Handel und Wirtschaft wurden die beiden Welterbegebiete Welterbe Vega Archipel und Fjordlandschaft Westnorwegens gebeten, einen Bericht über die Herausforderungen in den Welterbegebieten auszuarbeiten. Die Berichte waren im Juni 2007 fertig und bildeten die Grundlage dafür, dass im Nachhinein aus dem Staatshaushalt Gelder für die Pflege der Kulturlandschaft, das Gewerbe mit den Eiderenten und Maßnahmen im Welterbegebiet Vega Archipel bewilligt wurden. Die Gelder werden vom Ministerium für Umweltschutz an die Stiftung Vegaøyan Verdensarv bewilligt. Das Gesamtbudget für die Stiftung betrug 3,6 Mio. norwegische Kronen für 2010 und der Großteil davon soll in diese Arbeitsgebiete fließen. Zusätzlich disponiert der Fylkesmann in Nordland über 550 000 norwegische Kronen, die an aktive Bauern in dem Gebiet gehen sollen, die Tiere auf die Weide führen oder andere Formen von Landschaftspflege betreiben.